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Professionelles Webdesign beinahe so komplex wie eine kleine Stadt. Du musst dir Gedanken um Mobilität, Design, Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit machen. Du sorgst für mobile Zugänglichkeit, Ästhetik, Benutzerfreundlichkeit, SEO und vieles mehr. Aber wenn man bedenkt, wie viele Fehler man machen kann — und wie teuer diese Fehler den Besitzer der Website kommen könnten — nun, es ist ehrlich gesagt ziemlich einschüchternd!

Tatsache ist, wenn du dich zu sehr auf ein einzelnes Element des Webdesigns konzentrierst, werden die anderen Elemente darunter leiden. Das sollte nicht passieren. Es ist wichtig, dass du alle Grundlagen abdeckst, wenn du eine Website einrichten möchtest, die effektiv Traffic generiert und Conversions erzielt.

In diesem Artikel erfährst du etwas über die häufigsten Fehler, die Webdesigner machen, und wie du sie vermeiden kannst.

Viele Fehler konnte ich im Laufe meiner nun fast 20-jährigen Laufbahn als Webdesigner immer wieder beim Kundenprojekten beobachten. Zudem erleichtert es die neue Technik nahezu jedem, eine Webseite zu erstellen. Doch technisch eine Website anzulegen und eine qualitativ hochwertige Webseite zu erstellen, sind oftmals zwei paar Schuhe.

Denke zudem daran, es geht hier nicht um SEO oder nur darum, hübsch auszusehen … es gibt viele Faktoren, die in Einklang sein müssen, um die perfekte Website zu erstellen. Und wenn du einen Aspekt vernachlässigst, wird deine Website nicht die erhofften Ergebnisse erzielen.

Also lass uns anfangen.

Fehler # 1: Flash, Slider, Animationen, statt einer klaren Gestaltung.

In den 1990ern und sogar in den frühen 2000er Jahren war der Einsatz von Animationen und Flash auf Websites üblich. Es war eine Möglichkeit, Webseiten aufzupeppen und Aufmerksamkeit zu erregen.

Leider wurden diese Taktiken überstrapaziert und sind mittlerweile passé.

Flash sollte generell vermieden werden. Und auch animierte Bilder haben auf einer professionellen Website wenig Platz.

Verwende solche Taktiken sehr eingeschränkt und nur, wenn wirklich nötig. Ansonsten lässt es deine Seite nur langsamer werden, und du nervst deine Besucher.

In diesem Zusammenhang tauchte auch immer die Frage auf, ob ein Slider Sinn macht oder nicht. Tatsächlich sind Slider problematisch. Entweder laufen die einzelnen Slides zu schnell, so dass der Kunde die Botschaft nicht richtig erfassen kann, oder sie laufen zu langsam, so dass der Kunde die zweite und dritte Botschaft gar nicht mehr erfasst. In beiden fällen haben wir nur die Website deutlich verlangsamt und nicht eine Botschaft korrekt kommuniziert.

Alternativ könnte man hier über ein Hero-Image nachdenken, welches nur eine Botschaft transportieren – diese dafür aber richtig.

Fehler # 2: Schlecht gewählte Farben.

Ein weiterer großer Fehler, den Menschen oft im Webdesign machen, ist die Farbwahl: Natürlich hat jeder seine Lieblingsfarben. Aber diese Farben müssen nicht zwangsweise die beste Wahl für die Website sein. Oft passen die Farben nicht zusammen oder funktionieren nicht in Kombination.

professionelles webdesign

Eine schlechte Lesbarkeit kann Besucher abschrecken und die Konversionen beeinträchtigen.

Du solltest nicht nur Farben wählen, die ästhetisch ansprechend sind, sondern du solltest auch darauf achten, Farben zu verwenden, die psychologisch mit dem Thema deiner Website verwandt sind. Ob du es glaubst oder nicht, Farben können tatsächlich spezifische Auswirkungen auf das menschliche Gehirn haben.

Zum Beispiel hat McDonald's immer die Farbe Rot in seinen Restaurants verwendet, weil die Farbe Menschen sich hungriger fühlen lässt. Dies veranlasst sie dazu, mehr Nahrung zu bestellen, als sie wirklich sollten, weil sie denken, dass sie hungriger sind, als sie tatsächlich sind.

Blau weckt beispielsweise Vertrauen. Ein Grund, warum die Deutsche Bank die Farbe Blau gewählt hat.

Wenn du mehr darüber erfahren möchten, wie Farben psychologisch funktionieren, kannst du diesen Artikel lesen: http://www.entrepreneur.com/article/233843

Fehler # 3: Falsche Schriftart.

Du kannst im Prinzip jedes Design erstellen. Über Geschmack lässt sich nicht streiten. Aber wer ein professionelles Webdesign erstellen möchte, muss auf die Schriftarten achten! Unglücklicherweise gehen die meisten Leute unbedacht mit Fonts um – und benutzen gern einmal die "falschen" Schriften.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der Brotschrift und dem Akzidenzsatz. Während letzterer Passagen herausstellen soll, mithin künstlerische Schriften gut verträgt, ist die Brotschrift für den Fließtext zuständig. Entsprechend muss die Brotschrift gut lesbar sein. Die Punzen (die kleinen Löcher) dürfen nicht zu klein oder zu große sein, die Laufweite nicht zu sperrig (achte auf eine gute Zeilenlänge mit circa 65 bis 85 Zeichen pro Zeile) und der Abstand zwischen Groß- und Kleinbuchstabe muss in einem ausgewogenen Verhältnis sein.

Einige Designer sind von Schriften geradezu besessen. Sie haben z. T. Tausende von Schriftarten auf ihrem System und sie möchten am liebsten so viele Schriftarten wie möglich in jedem ihrer Designs verwenden.

Aber: Weniger ist mehr.

Jede Schriftart, die du verwendest, sollte einen bestimmten Zweck haben. Verwende keine kursive Schrift oder (Gott bewahre) Comic Sans für den Fließtext auf deiner Website. Das sieht nicht nur ästhetisch fragwürdig aus, es erschwert auch das Lesen des Textes. Verwende einfach zu lesende Schriftarten wie Helvetica, Arial, Verdana, Open Sans.

Du kannst ein wenig kreativer sein, wenn es um deine Logo und deine Headline geht, aber du solltest trotzdem sicherstellen, dass:

1. die Schriftarten einfach zu lesen sind.

2. die Schriften für deine Nische funktionieren.

Fehler # 4: Fehler beim Implementieren von SEO.

Jede einzelne Website auf dem Planeten (außer vielleicht diejenigen, die privat genutzt sind, und die mit einem Passwort blockiert werden) benötigt Suchmaschinen-Traffic.

Warum sollte man eine Website erstellen, wenn sie nicht gefunden werden soll?

Aber leider konzentrieren sich viele Webdesigner zu sehr auf die Art und Weise, wie eine Website aussieht, und vergessen dabei für ausreichend Traffic zu sorgen! Die schönste Website der Welt wird dir nicht helfen, wenn sie niemand sieht!

Ja, deine Website sollte ansprechend sein. Und ja, deine Website sollte benutzerfreundlich sein. Aber du solltest sicherzustellen, dass Suchmaschinen deinen Inhalt auch richtig finden und indexieren können. Dies erfordert die Verwendung einer geeigneten Silostruktur. Stelle zudem sicher, dass deine Navigationslinks für Suchmaschinen leicht zu finden sind.

Zu oft sehe ich Websites, die eine tolle Navigation mit Bildern gestalten und abgedrehte Überschriften als PNGs einbauen abdecken. Dies mag Google nicht. Wenn man wirklich so seine Website gestalten möchte, sorge für eine vernünftige Lesbarkeit für Google. Denke daran: Google kann Wörter lesen, aber keine Bilder.

Fehler # 5: Ist die Website mobilfreundlich / responsive?

Seien wir ehrlich. Smartphones & Co sind die Zukunft. Bis zu 90% des Traffics mancher Website können in diesen Tagen schon mobile sein, und diese Zahl steigt. Der klassische Personal-Computer verliert tatsächlich an Boden.

Die meisten Menschen benutzen Computer für das Schreiben von Dokumenten und zum Arbeiten, aber wenn es ums Surfen geht, benutzen immer mehr Menschen Tablets und Smartphones – weil sie diese überall benutzen können.

Seit April 2015 ist die Mobilitätsfreundlichkeit einer der Faktoren, die Google zur Ermittlung von Rankings heranzieht. Wenn deine Website nicht für Mobilgeräte optimiert ist, werden deine Rankings wahrscheinlich fallen, es sei denn, all deine anderen Ranking-Faktoren sind einfach phänomenal.

Wenn du WordPress verwendest, kannst du deine Website mobilfreundlich gestalten, indem du einfach ein responsive Theme auswählst. Wenn du eine eigene Website erstellst, musst du den User-Agent nutzen, um herauszufinden, welches System ein Besucher verwendet, und diese Nutzer dann auf eine mobile Version deiner Website verweisen. Dies erfordert verschiedene Versionen deiner Website für verschiedene Plattformen.

Du kannst hier deine Mobile-Freundlichkeit analysieren: https://www.google.com/webmasters/tools/mobile-friendly/

Fehler # 6: Audio- und Auto-Play-Videos.

Nichts ist irritierender als eine Website mit erschreckend lautem Ton präsentiert zu bekommen, vor allem wenn dieser nicht erwartet wurde. Dies gilt insbesondere, wenn es zu einem unpassenden Zeitpunkt geschieht, zum Beispiel wenn du unauffällig bei der Arbeit surfen willst – außerhalb der Pausenzeit – oder wenn dein Kind schläft und dadurch aufgeweckt wird, oder wenn du irgendwo surfst (wie, sagen wir, in der Kirche – oops.)

Wenn du nicht einen sehr guten Grund dafür hast, spiele niemals automatisch Audio- oder Video-Material auf deiner Website ab. Umfragen haben gezeigt: wenn ein Benutzer mit Audio- oder Video-Material konfrontiert wird, das automatisch abgespielt wird, erhöht dies die Chancen, dass er die Seite sofort verlässt. Dies erhöht dann die so genannte Bounce-Rate. Und wenn deine Absprungrate zu hoch ist, kann sich dies nachteilig auf deine Suchmaschinen-Rankings auswirken.

Die einzige sinnvolle Variante, dein Video per Autoplay abzuspielen ist, wenn dies dem primären Ziel deiner Seite entspricht. Zum Beispiel könnte eine Videoverkaufsseite oder eine Squeeze-Seite eine automatische Wiedergabe erfordern.

Andernfalls stelle sicher, dass Benutzer Audio oder Video immer manuell aktivieren müssen. Deine Nutzer werden es dir danken!

Fehler # 7: Schlechte und zu verspielte Navigation.

Die Navigation ist eines der wichtigsten Elemente eines Webdesigns. Dies wird oft unterschätzt. Wenn ein Nutzer nicht schnell findet, wonach er sucht, wird er wahrscheinlich genauso schnell gehen.

Sei bei der Benennung deiner Menüpunkt nicht überdurchschnittlich kreativ. Wenn Kunden einen Kontakt suchen, dann suchen sie nach dem Wort "Kontakt" – und nicht nach "klopf klopf" oder "Herein geschaut".

Es gibt mehrere Optionen für eine Navigation auf jeder Website. Hier sind ein paar Stellen, wo du die Navigation platzieren kannst:

Über dem Logo – Die Kopfzeile ist ein guter Ort, um wichtige Sekundär-Links unterzubringen. Hier findet man oft einen Login oder einen Warenkorb.

Unterhalb/Neben dem Logo – Hier findest du traditionell die wichtige Links zu deinen Inhalten.

Seitenleiste – deine Seitenleiste ist ein weiterer guter Ort, um z.B. Kategorien oder Angebote zu verlinken.

Fußzeile – Weitere Links können in deiner Fußzeile platziert werden. Dies ist ein guter Ort, um Links zu Seiten hinzuzufügen, wenn du diese Links nicht schon über dem Logo gefunden hast, z.B. Impressum oder Datenschutz.

Wenn du eine große Menge an Inhalten anbietest, solltest du außerdem sicher sein, dass deine Website über eine Suchfunktionen verfügt, Sonst wird es für User fast unmöglich, genau den Inhalt zu finden, den sie suchen.

Fehler # 8: Spezial-Lösungen, statt Webstandards HTML und CSS.

Vor Jahren war es üblich, eine Software herunterzuladen, um eine bestimmte Website zu nutzen. Dinge wie Real Player und verschiedene WebCam-Programme benötigten Downloads, da ihre Funktionalität nicht in Browsern integriert war.

Heutzutage, mit so vielen Viren im Netz, die deine persönlichen Informationen stehlen oder deinen Computer beschädigen könnten, sind Leute vorsichtig, etwas zu installieren. Wenn man einen Download benötigt, um eine Funktion deiner Website zu nutzen, werden die Leute höchstwahrscheinlich einfach gehen.

Wenn du Funktionen hast, die du nicht aus Standard-HTML oder CSS anbieten kannst, solltest du so etwas wie HTML5 oder andere Standardformate verwenden.Wenn es dagegen etwas erfordert, was die meisten Leute nicht haben, wirst du eine Menge Verkehr verlieren.

Du könntest auch Java oder JavaScript verwenden, was die meisten Browser verwenden können.

Hier kannst du mehr über HTML5 lesen: http://www.w3schools.com/html/html5_intro.asp

Fehler # 9: An eine geringe Ladezeit gedacht?

Einer der größten Faktoren im SEO ist die Geschwindigkeit, mit der deine Website lädt. Wenn deine Website langsam ist, rangiert sie niedriger als eine Website, die schneller ist, wenn alle anderen Faktoren gleich sind, einfach weil Google und andere Suchmaschinen wissen, dass Leute ungeduldig und schnell gelangweilt sind.

Die wichtigsten Dinge, die zu optimieren sind, sind:

• Bilder

• Videos

Der Text selbst erfordert keine langen Ladezeiten. Es sind die Bilder und Videos auf einer Website, die sehr lange laden können. Wenn du beispielsweise Fotos in einen Blogbeitrag aufnimmst, müssen sie nicht sehr groß sein, es sei denn, sie werden vergrößert, um wichtige Details anzuzeigen (z. B. Infografiken).

Bilder sollten im Allgemeinen höchstens etwa 400-1000 Pixel und nicht mehr als etwa 75k groß sein. Videos sollten für die kleinste mögliche Größe optimiert werden, ohne dass die Qualität darunter leidet.

HD-Videos sind großartig, aber sie brauchen etwas Zeit, um sie zu laden, und das könnte deine Suchergebnisse beeinträchtigen, besonders wenn deine Videos automatisch geladen und abgespielt werden. Sie werden nur den Rest deiner Website verlangsamen.

Fehler # 10: Keine Kontaktinformationen.

Das Fehlen von Kontaktinformationen ist ein rotes Tuch für viele Leute, und ebenso für Google. Sicher, legitime Websites haben möglicherweise keine Kontaktinformationen, aber – das Problem – Spammer stellen Kontaktinformationen fast nie auf ihren Websites zur Verfügung. Wenn du eine Kontaktseite hast, werden dir die Leute mehr vertrauen.

Hier einige Gründe, warum du Kontaktinformationen auf deiner Website einbeziehen musst:

1. Es ist ein Ranking-Signal für Google. Google liebt es, Kontaktinformationen auf deiner Website zu finden, da die Website dadurch seriöser wird. Spammer wollen definitiv nicht kontaktiert werden.

2. Nutzer werden deiner Website mehr vertrauen, wenn sie sehen, dass du offen bist und Nutzer dich kontaktieren können.

3. Du kannst wichtige Nachrichten von potenziellen Werbetreibenden erhalten, die dir Geld geben möchten (höhö).

4. Es kann dich vor rechtlichen Problemen bewahren, wenn jemand dich kontaktieren kann, um potenzielle Probleme zu lösen, anstatt dich möglicherweise zu verklagen, weil du nicht mit ihnen Kontakt aufnimmst.

Professionelles Webdesign: Fazit.

Webdesign ist auch eine technische Aufgabe. Du musst lernen, wie man viele verschiedene Arten von Software verwendet, wie man Skripte verwendet oder HTML und CSS programmiert, wie man Grafiken erstellt … es ist viel Arbeit und viel Wissen erforderlich.

Aber selbst die erfahrensten Designer verlieren oft den Überblick, wenn es um den Aufbau von Websites geht. Sie konzentrieren sich zu sehr auf die Ästhetik, die die Benutzerfreundlichkeit beeinträchtigt – oder umgekehrt. Oder sie konzentrieren sich zu sehr auf SEO und nicht genug auf die User-Experience.

Es ist wichtig, dass du möglichst alle Aspekte des Designs betrachtest und dich nicht zu sehr auf einen bestimmten Faktor konzentrierst. Ein harmonisches Design berücksichtigt alle Faktoren gleichermaßen, um sicherzustellen, dass die Website sowohl für Nutzer als auch für Suchmaschinen optimal ist.

Möglicherweise möchtest du eine Checkliste mit Best Practices für das Webdesign erstellen, die du bei jedem Erstellen einer neuen Site berücksichtigen solltest. Eine gute Idee! Auf diese Weise kannst du sicher sein, dass du jeden Schritt jedes Mal ausgeführt hast.

Viel Glück mit deiner Website !